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Einsatz, Wasserrettungsdienst

Bereichsübung Nordbaden 2026 in Eberbach

Veröffentlicht: 31.10.2026
Autor: Dirk Rentz
Das Team der RUND (Realistische Unfall- und Notfalldarstellung)
Abschlussbesprechung auf der Wache der DLRG Eberbach

"Schiffshavarie, mehrere Personen im Wasser, eine Person vermisst"

Am Samstag, 24.10.2026, fand die diesjährige Bereichsübung der Einsatzgruppen der DLRG im Wasser-Rettungsdienstbereich Nordbaden am Neckar in Eberbach statt. An dieser gemeinsamen Übung der DLRG Bezirke Rhein-Neckar und Mannheim nahmen insgesamt neun DLRG-Einsatzgruppen mit 63 Einsatzkräften, 14 Fahrzeugen und acht Rettungsbooten teil. Des Weiteren waren 11 Personen im Bereich RUND (Realistische Unfall und Notfalldarstellung) sowie 5 Personen als Übungsleitung und
-Beobachtung.

 

Zu Beginn der Übung wurde das taktische Verlegen in Verbänden im Rahmen des Katastrophenschutzes geübt. Ziel solcher Verbände ist es, viele Einsatzfahrzeuge gemeinsam, zügig und sicher in ein Schadensgebiet zu verlegen.

 

Noch während der Anfahrt wurden die Verbände Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar zum Übungs-Einsatz alarmiert: „Schiffshavarie, mehrere Personen im Wasser, eine Person vermisst. Während die meisten Fahrzeuge auf dem Landweg zur Einsatzstelle fuhren, mussten die Boote an einer geeigneten Stelle zu Wasser gelassen werden und an der Schleuse Rockenau ins Oberwasser schleusen, um zur Einsatzstelle zu gelangen.

 

Vor Ort zeigte sich den Einsatzkräften ein umfangreiches Übungsszenario: Angenommen wurde die Kollision eines Partyfloßes mit einem kleinen Passagierschiff. Die Personen an Bord des Partyfloßes konnten sich teilweise selbst ans Ufer retten, waren dort jedoch verletzt oder trieben beim Eintreffen der Einsatzkräfte noch im Neckar. Das Passagierschiff war durch den Zusammenstoß manövrierunfähig geworden und kurz vor der Schleuse Rockenau auf Grund gelaufen.

So musste zu Beginn parallel und schnellstmöglich die Menschenrettung aus dem Wasser durch Strömungsretter und Boote eingeleitet und durchgeführt werden, eine Lageerkundung stattfinden sowie eine Einsatzleitung etabliert werden. Die sonst an Einsätzen beteiligten Organisationen, wie Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst wurden durch die Übungsleitung eingespielt.

Um nach der vermissten Person unter Wasser zu suchen wurden eine Tauchstelle am Ufer sowie eine weitere Tauchstelle auf einem Boot eingerichtet. Währenddessen wurden die an Land befindlichen Verletzten durch Sanitätstrupps betreut, erstversorgt und an den landgebundenen Rettungsdienst übergeben.

Die eingesetzten Boote hatten noch weitere verschiedene Aufgaben, wie den Transport von Personal und Material, die Ortung von Personen unter Wasser mit Sonartechnik sowie die Rettung und Evakuierung der Personen des havarierten Passagierschiffs. Auch musste eine Person durch Strömungsretter schonend von einer drei Meter hohen Plattform gerettet werden. Auch vierbeinige Einsatzkräfte waren mit im Einsatz: Zwei Wasserortungshunde konnten erfolgreich eine Person unter Wasser orten, während ein Maintrailer-Hund seine Hundeführerin zu einer vermissten Person an Land führte. Die Übung endete, nachdem die letzte vermisste Person des Partyfloßes, dargestellt durch eine spezielle Sonarpuppe unter Wasser, vom Sonar geortet und durch einen Taucher geborgen wurde.

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